Allgemeine Geschäftsbedingungen

Bergbahn AG Kitzbühel (kurz „Bergbahn“)

(Fassung: 16. Juni 2021)

Geltungsbereich

1. Die Bergbahn AG Kitzbühel (in der Folge kurz als „Bergbahn“ bezeichnet) schließt Verträge ausschließlich unter Zugrundelegung dieser AGB ab. Diese AGB gelten daher für alle zwischen der Bergbahn und ihren Kunden abgeschlossenen Verträgen Mit Erwerb eines Fahrausweises, Gutscheins, etc. der Bergbahn werden die jeweils aktuelle Version der AGB (welche im Internet abrufbar ist, an den jeweiligen Talstationen ausgehängt ist oder dem Kunden auf Wunsch übergeben wird) sowie die Beförderungsbedingungen (die an den jeweiligen Talstationen ausgehängt sind) Bestandteil des zwischen der Bergbahn und dem Kunden abgeschlossenen Vertrags.

2. Beim Erwerb einer Snow Card Tirol, Bike Card Tirol, Kitzbüheler Alpen Sommercard oder Super Ski Card werden zusätzlich auch deren jeweilige (auf der jeweiligen Homepage abrufbare) AGB Vertragsbestandteil. Sollten sich dabei Widersprüche zu den AGB der Bergbahn ergeben, so gehen die AGB der Bergbahn anderen AGB vor.

3. Abweichende AGB werden von der Bergbahn nicht akzeptiert.

Leistung der Bergbahn

1. Die Bergbahn erbringt die vereinbarten Leistungen nur gegen Vorweisen eines gültigen Fahrausweises.

2. Die Bergbahn ist berechtigt, Leistungen ganz oder teilweise durch Dritte erbringen zu lassen.

3. Angaben in Prospekten, Rundschreiben, Katalogen, Anzeigen, Preislisten etc. sind unverbindlich.

Entgelt

1. Für Leistungen ohne vorherige Preisvereinbarung ist die Bergbahn berechtigt, das Entgelt gemäß der Preisliste für die auf die Buchung nachfolgende Saison oder das dafür angemessene Entgelt zu verrechnen (dies betrifft insbesondere Buchungen im Vorhinein für die darauffolgende Saison).

2. Sofern nichts anderes vereinbart ist, sind Entgelte sofort und ohne Abzug fällig.

3. Bei mehrtägig gültigen Fahrausweisen verrechnet die Bergbahn einen Mischpreis, wenn die Gültigkeitsdauer in verschiedene Tarifzonen fällt.

4. Für eine KeyCard hat der Kunde eine Depot-Gebühr von € 2,00 zu erlegen. Die Rückgabe der KeyCard und Zurückerhalt der Depot-Gebühr kann an jeder Bergbahn-Kasse, den Rückgabe-Automaten oder bei den OPOS-Partnern erfolgen. Zur Rücknahme von beschädigten oder aus der Vorsaison stammenden KeyCards ist die Bergbahn nicht verpflichtet.

Gültigkeit der Skipässe (= Fahrausweise)

1. Die bekannt gegebenen Anfangs- und Enddaten einer Saison sind keine „Fixtermine“ und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Daher besteht auch bei einem späteren Saisonbeginn oder einem vorzeitigen Saisonende kein Anspruch auf eine Verlängerung des Fahrausweises oder auf eine (anteilige) Rückvergütung.

2. Bei Inanspruchnahme der Beförderungsleistung der Bergbahn ist immer ein gültiger Fahrausweis mitzuführen und in den Kontrollzonen (= der gesamte Anlagenbereich der Bergbahn, wozu auch Pisten und Skirouten gehören) bei Aufforderung vorzuweisen.

3. Fahrausweise für mehrere Tage gelten nur für aufeinanderfolgende Tage, sofern nicht ausdrücklich schriftlich eine abweichende Gültigkeitsdauer festgesetzt ist (bspw. Wahlskipässe)

4. Nicht beanspruchte Tage verlieren ihre Gültigkeit und werden weder (anteilig) rückvergütet, ersetzt oder gutgeschrieben.

5. Fahrausweise sind ohne ausdrückliche und schriftliche Zustimmung der Bergbahn nicht übertragbar.

Verlust, Umtausch

1. Nach einem Verlust eines Fahrausweises wird ausschließlich für KitzSki-Saisonkarten oder Wahl-Skipass 10-aus-Saison-Karten ein Ersatzausweis ausgestellt, wofür eine Manipulationsgebühr in Höhe von € 15,00 zu entrichten ist. Der Ersatzausweis gilt für die nach Ausstellung verbleibende Vertragszeit. Die verloren gegangene Karte wird gesperrt.

2. Der Umtausch, die Verlängerung oder Verschiebung der Geltungsdauer eines Fahrausweises ist nicht möglich.

3. Eine Fehlfunktion eines Fahrausweises ist umgehend an der nächstgelegenen Bergbahn-Kasse zu melden. Spätere Reklamationen hinsichtlich Funktion und Verrechnung werden nicht berücksichtigt.

Rückerstattung, Betriebseinstellung, außerordentliche Zufälle

1. Ist der Kunde an einer (weiteren) Nutzung des Fahrausweises durch Unfall oder Krankheit gehindert, besteht kein Anspruch auf eine (anteilige) Rückvergütung. Die Bergbahn kann jedoch nach ihren internen Richtlinien bei Vorlage eines Attestes eines ortsansässigen Arztes bei Unfall oder Krankheit (welches bestätigt, dass der Kunde für die restliche Gültigkeitsdauer des Fahrausweises keinen Wintersport mehr ausüben kann) und gegen Rückgabe des Fahrausweises noch vor Ablauf der Gültigkeitszeit kulanzmäßig eine anteilige Vergütung erbringen. Ein Rechtsanspruch darauf besteht jedoch nicht. Für Tageskarten und Einzelfahrkarten (z.B. Fußgänger) kann auch diese kulanzweise Vergütung nicht erfolgen.

2. Sollte der Betrieb einer oder mehrerer Anlagen insbesondere wegen der Schnee- und Witterungsverhältnisse teilweise unterbrochen/eingestellt werden, kann der Kunde keine – anteilige ─ Rückvergütung des geleisteten Kaufpreises oder eine Verlängerung der Geltungsdauer des Fahrausweises geltend machen, wenn die Bergbahn ansonsten leistungsbereit ist. Betriebseinstellungen sowie allfällige Betriebsstörungen berechtigen, sofern deren Ursache nicht auf einem Verschulden der Bergbahn beruht, nicht zu einer – anteiligen ─ Rückvergütung. Ebenso besteht kein Anspruch auf eine – anteilige ─ Rückvergütung bei vorzeitiger Abreise des Kunden und anderen, in seiner Sphäre liegenden Gründen für die Nichtbenutzung des Fahrausweises.

3. Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass die Nutzung einzelner Einrichtungen, Anlagen, etc. (wie z. B. Halfpipe, Rodelbahnen, Funpark, Nachtbetrieb, etc.) teil. – bzw. zeitweise eingeschränkt sein könnte und dass deren Verfügbarkeit nicht immer sichergestellt werden kann. Derartige Einschränkungen berechtigen nicht zur Geltendmachung einer (anteiligen) Rückvergütung.

4. Dem Kunden ist auf Grund der Ereignisse bzw. Lage seit März 2020 bekannt, dass der Betrieb zahlreicher Unternehmen und auch insbesondere von Bergbahnen auf Grund von – unbeeinflussbaren – Umständen, wie insbesondere einer Epidemie, Pandemie, etc. durch behördliche Anordnungen zur Gänze und dauerhaft eingestellt werden könnte.

Dem Kunden ist dieses Risiko (neuerlicher, behördlich angeordneter Schließungen) zum Zeitpunkt des Erwerbs des Fahrausweises bewusst und bekannt.

Sollte die Bergbahn auf Grund behördlicher Anordnungen den Betrieb zur Gänze einstellen müssen, wird folgende Regelung einer anteiligen Rückerstattung des geleisteten Kaufpreises vereinbart. Dabei wird insbesondere berücksichtigt, dass die Bergbahn bereits vor dem Saisonbeginn erhebliche Kosten und Aufwendungen (wie zB die Herstellung der Grundbeschneiung vor der Wintersaison) zu tragen hat, um sicherzustellen, dass die Aufnahme des Winterbetriebs möglich ist. Es wird somit folgende Regelung für KitzSki-Saisonkarten („KitzSki-Garantie“) vereinbart:

>>> Sollte der Betrieb des gesamten Skigebietes in der Wintersaison 2021/2022 in der Zeit zwischen Dezember 2021 und März 2022 aufgrund einer behördlichen Anordnung geschlossen werden, so erhält der Kunde pro Monat dieser Schließung einen Teilbetrag von € 50,00, maximal jedoch € 200,- in Form einer Gutschrift aliquot erstattet. Diese Gutschrift kann in der darauffolgenden Saison beim Kauf einer Saisonkarte eingelöst werden.

>>> Beispiel: Der Kunde kauft eine Saisonkarte für Erwachsene im Vorverkauf und aufgrund einer behördlichen Anordnung wird das gesamte Skigebiet von Anfang Jänner 2021 bis Ende März 2022 geschlossen. In diesem Fall erhält der Kunde eine Gutschrift in der Höhe von € 150,00 (3 Monate zu je € 50,00), welche beim Kauf einer Saisonkarte für die darauffolgende Sommer- bzw. Wintersaison eingelöst werden kann.

Eine Barablöse der KitzSki-Garantie ist nicht möglich.

Sollte der Kunde einen Fahrausweis während einer behördlich angeordneten Schließung erwerben, besteht in keinem Fall für diesen Zeitraum ein Anspruch auf eine (anteilige) Rückvergütung.

Missbrauch

1. Die missbräuchliche Verwendung eines Fahrausweises (wie z.B. die unzulässige Weitergabe) führt zum sofortigen und entschädigungslosen Entzug sowie zur Verpflichtung zur Zahlung einer Pönale von zumindest € 100,- an die Bergbahn. Die Bergbahn behält sich in diesen Fällen auch vor, Strafanzeige zu erstatten.

2. Wer eine Leistung der Bergbahn erschleicht (z.B. Verwendung eines fremden Fahrausweises, Inanspruchnahme der Beförderungsleistung ohne Fahrausweis) hat der Bergbahn neben dem entsprechenden Entgelt auch eine Pönale von zumindest € 100,00 zu leisten, dies unbeschadet eines darüberhinausgehenden Schadenersatzes. Die Bergbahn behält sich in diesen Fällen auch vor, Strafanzeige zu erstatten.

3. Für den Erwerb von ermäßigten Fahrausweisen (z.B. Kinder, Jugendliche, Senioren) ist ein Altersnachweis mittels amtlicher Urkunde vorzuweisen. Mangels Nachweises ist die Bergbahn berechtigt, die Differenz zwischen ermäßigtem und normalen Beförderungsentgelt zu verrechnen zuzüglich einer Manipulationsgebühr von € 15,00.

Haftung

1. Die Bergbahn haftet nur für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit wird – außer bei Personenschäden - ausgeschlossen.

2. Die Bergbahn ist nicht zum Ersatz von Folge- und Vermögensschäden des Kunden, für dessen Zinsverlusten oder Schäden aus Ansprüchen Dritter verpflichtet.
3. Die Bergbahn haftet nicht für Schäden, die einem Kunden durch das Verhalten Dritter entstehen.

4. Keinesfalls haftet die Bergbahn für Schäden auf Grund von Ereignissen, die sich außerhalb der präparierten Bereiche, auf gesperrten Pisten/Skirouten oder außerhalb der Betriebszeiten ereignen. Straßen, Wege und Steige gehören nicht zu den von der Bergbahn betreuten Bereichen, sodass sie auch für dort entstehende Schäden nicht haftet.

Verpflichtung der Vertragspartner

1. Der Kunde ist zur Einhaltung der FIS-Regeln verpflichtet. Die FIS-Regeln sind dem Aushang zu entnehmen und werden über Wunsch auch ausgehändigt.

2. Anordnungen der Bergbahn-Mitarbeiter, dem Info-Team und Pistenrettung sind Folge zu leisten, da diese der Sicherheit alle Benutzer des Skigebietes und der Vermeidung von Unfällen, Schäden, etc. dienen.

3. Die Ausübung des Skisportes ist nur auf markierten Pisten und Skirouten erlaubt. Die Nichtbeachtung zieht eine Ahndung nach dem Forstgesetz nach sich. Ausgewiesene Schutzzonen dürfen nicht betreten oder befahren werden.

4. Die Betriebszeiten sind unbedingt zu beachten. Nach Betriebsschluss ist eine Nutzung des Skigebietes nicht mehr zulässig. Während dieser Zeit finden die Präparierungen (insbesondere auch mit Hilfe von Seilwinden) statt und es besteht Lebensgefahr.

5. Gehen und Rodeln auf Pisten ist strengstens verboten. Fußgänger haben ausschließlich die ausgewiesenen Winterwanderwege zu benützen. Überhaupt ist mit der Natur und Mitmenschen sowie bei Ausübung des Sports rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst umzugehen. Dazu gehört auch das Einhalten eines ausreichenden Sicherheitsabstandes zu Pistenmaschinen, Skidoos und Schneianlagen.

6. Jegliche Verunreinigung, Wegwerfen von Müll, Zigaretten etc. haben zu unterbleiben.

7. Im Falle eines Unfalles obliegt es der Entscheidung der Rettungsmannschaft, wie eine Versorgung und Rettungsmaßnahme vorzunehmen sind. Die Rettungsmannschaft ist berechtigt, Maßnahmen nach ihrer Entscheidung aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung im bestmöglichen Sinne des Verunfallten vorzunehmen. Die Kosten einer Bergung hat der Verunfallte zu tragen.

8. Die an allen Talstationen aushängenden Beförderungsbedingungen sind Bestandteil des Beförderungsvertrages. Sie gelten (laut den gesetzlichen Bestimmungen) für die Beförderung von Personen sowie für deren Verhalten im Bahnbereich. Der Vertragspartner ist verpflichtet, die Beförderungsbedingung einzuhalten. Ein Verstoß gegen die Beförderungsbedingungen hat haftungsrechtliche Folgen.

9. Die Bergbahn hat aus Gründen der Sicherheit das Recht, Kunden bei rücksichtlosem oder gefährlichem Verhalten (insbesondere bei der Pistenbenützung), sowie bei der Missachtung von Sperren, sonstigen Anordnungen oder jeder Verletzung der Verpflichtungen von der Beförderung auszuschließen und ihm die Benützung der Anlagen zu untersagen. Eine (anteilige) Vergütung des dann nicht mehr verwendbaren Fahrausweise erfolgt nicht.

Datenschutz

1. Der Kunde ist damit einverstanden, dass die Bergbahn in manchen Bereichen Web-Cams betreibt, die Bilder in Echtzeit auch im Fernsehen ausstrahlt. Auch, wenn Personen dabei schwer erkennbar sind, kann eine Identifizierungsmöglichkeit nicht ausgeschlossen werden. Irgendwelche Ansprüche können vom Kunden daraus nicht abgeleitet werden.

2. Soweit vom Kunden personenbezogene Daten zur Verfügung gestellt werden, werden diese zur Bearbeitung von Anfragen und/oder Buchungen, für die Erbringung der vertraglich vereinbarten Dienstleistungen sowie für administrative Zwecke (somit zum Zwecke der Vertragserfüllung) verwendet.

3. Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass seine personenbezogenen Daten zum Zwecke der Vertragserfüllung gespeichert und, soweit erforderlich, verarbeitet werden. Die personenbezogenen Daten werden im Sinne der Bestimmungen des Datenschutzes streng vertraulich behandelt.

4. Personenbezogene Daten werden nicht an Dritte weitergegeben oder anderweitig vermarktet, außer dies wäre für die Abwicklung des abgeschlossenen Vertrages notwendig oder der Kunde hätte dem zuvor zugestimmt. Eine erteilte Einwilligung kann vom Kunden jederzeit widerrufen werden. Allenfalls könnte die Bergbahn aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder Rechtsvorgänge verpflichtet sein oder werden, Behörden gegenüber persönliche Daten offenzulegen.

5. Die Beförderung erfolgt nach einer Zutrittskontrolle. Ort und Anzahl der Zutritte werden ausschließlich zu Verrechnungszwecken und sofern dies zur Vertragserfüllung notwendig ist gespeichert.

6. Es wird darauf hingewiesen, dass zum Zweck der Zutrittskontrollen ein Referenzfoto des Liftkarteninhabers beim erstmaligen Durchschreiten eines mit einer Kamera ausgestatteten Drehkreuzes angefertigt wird. Dieses Referenzfoto wird von den Mitarbeitern der Bergbahn mit den Fotos verglichen, welche bei jedem weiteren Durchschreiten eines mit einer Kamera ausgestatteten Drehkreuzes angefertigt werden.

7. Das Referenzfoto wird sofort nach Ablauf der Gültigkeit der Liftkarte gelöscht; die sonstigen Fotos spätestens 30 Minuten nach dem jeweiligen Durchschreiten der Zutrittskontrollen.

Gerichtsstand

1. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Klagen gegen die Bergbahn ist das für 6370 Kitzbühel sachlich zuständige Gericht.

Fassung vom 16. Juni 2021

Download als PDF